Ihre neunte und zugleich letzte Opernsaison als Künstlerischer Leiter steht unter dem Motto „Nothing is written“. Was steckt dahinter?
„Nothing is written“ bedeutet für mich in erster Linie, nichts ist unmöglich, alles beginnt immer wieder von Neuem. Mit den an die Pop-Kultur angelegten Titeln der Spielzeiten unter meiner Leitung wollte ich neugierig machen und dem Publikum einen Impuls geben aber keine gezwungene Lesart vorgeben. Das, worum es mir in der Zeitgenössischen Oper geht und was ich in den vergangenen Spielzeiten auf der Bühne verhandelte, ist die Frage: Wie tickt der Mensch. In der Kunst geht es doch immer ums Menschsein. Und in der Oper sowieso.